Feierlicher Abschluss und Diplomverleihung des 8. IFGK-Lehrgangs

By 16/12/2019 Allgemein

Nach sechs intensiven Wochenenden mit einer erprobten Kombination aus Vorträgen und Workshops rund um die Themen Konfliktmanagement, Gewalt- und Radikalisierungsprävention ist vergangenen Freitag ein weiterer Lehrgang des Instituts für Gewaltprävention und Konfliktmanagement erfolgreich zu Ende gegangen. Im Rahmen der Diplomverleihung am Abend des 13. Dezembers 2019 fanden sich die aus ganz Österreich kommenden elf Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit Partnern und Unterstützern des IFGK im feierlichen Ambiente des Mozarthaus Gewölbes für einen gemeinsamen Abschluss zusammen.

In seinen Eröffnungsworten erzählte Institutsobmann Gerhard Unterganschnigg von der Gründung des IFGK und lies in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der letzten fünf Jahre Revue passieren. Ein besonderer Dank galt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lehrgangs, die mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Dem schloss sich auch Mag. Natascha Florence Bousa, Direktorin des Instituts für Gewaltprävention und Konfliktmanagement, an. Im Rahmen der feierlichen Überreichung der Diplome betonte sie nicht nur Vorbildwirkung der Absolventinnen und Absolventen für die Gesellschaft, sondern gab auch einen kleinen Einblick in die Arbeit, die jede und jeder einzelne von ihnen tagtäglich österreichweit leistet.

Herzstück der Veranstaltung war der fachliche Vortrag von Prof. Dr. Udo Jesionek zur Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Umgang mit jugendlichen Straftäterinnen und Straftätern. Bei seiner früheren Tätigkeit als Präsident des Jugendgerichtshofes Wien, als Honorarprofessor für Jugendstrafrecht und Strafvollzug an der Johannes Kepler Universität Linz und als Präsident der Hilfsorganisation Weißer Ring war bzw. ist er seit über 40 Jahren im Bereich der Gewaltprävention und des Opferschutzes aktiv. In seinem Vortrag legte er ein besonderes Augenmerk darauf, dass nicht die möglichst hohe Bestrafung von jugendlichen Gewalttaten, sondern die Kommunikation und die Zusammenarbeit von Justiz, Medizin und diversen Sozialeinrichtungen, um nur einige zu nennen, notwendige Schritte dafür sind, um junge Menschen wieder auf den richtigen Weg zurückzuführen. Auf Kommunikation und Vernetzung liegen auch die Schwerpunkte in der Arbeit des IFGK, wie die Institutsleiterin mit besonderem Dank an den Festredner betont.

Für einen besonders persönlichen Abschluss der Veranstaltung sorgte einer der Absolventen selbst, der sich mit einer Geschichte und einem Musikstück auf dem Klangauge, eine stimmbare Schlitztrommel aus Metall, bedankte und zum Nachdenken anregte.