In Zeiten zunehmender Gewaltkonflikte und Radikalisierung wird es umso wichtiger, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Öffentlichkeit aktiv für dieses Thema zu sensibilisieren. Das IFGK bemüht sich, mit seinen breit angelegten Aktivitäten einen wirkungsvollen Beitrag hierzu beizusteuern.

Aufgaben

Entwicklung und Durchführung von praxisrelevanten Bildungs- und Weiterbildungsangeboten für Privatpersonen und Unternehmen
Vermittlung von Lösungskompetenzen im Bereich des Gewalt- und Konfliktmanagements sowie in der Früherkennung von Radikalisierungstendenzen
Förderung des Austauschs von Stakeholdern und anderen KompetenzträgerInnen in Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik
Unterstützung öffentlicher Bewusstseinsbildungsprozesse  durch Informations- und Diskussionsveranstaltungen
Erstellung anwendungsorientierter Publikationen

Gewalt- und Konfliktmanagement

Gewalt im familiären Umfeld ist leider allgegenwärtig und keine Ausnahmeerscheinung. Immer mehr Menschen werden heutzutage Opfer häuslicher Gewalt, die sich in allen Bevölkerungs- und Bildungsschichten findet. Gewalt kann vielfältige Formen annehmen, weshalb sie nicht immer als solche erkennbar ist. Sie greift weit über die körperliche Aggression hinaus und findet oft im Verborgenen statt. Seelische Misshandlungen, die Akte emotionaler Gewalt darstellen, sowie die Signale und Folgen sexuellen Missbrauchs sind schwer zu identifizieren. Gewalt gehört somit zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen.

Kinder, Jugendliche und Frauen sind im Hinblick auf häusliche Gewalt besonders gefährdet und brauchen unsere aktive Unterstützung. Opferschutz und die nachhaltige Prävention von Gewalt müssen dabei oberste Priorität haben. Entscheidend hierfür sind der bewusste und kompetente Umgang mit Konfliktsituationen im Alltag und die kooperative Zusammenarbeit der zuständigen Institutionen. Durch die Ausbildungsangebote und Aktivitäten des Instituts sollen die gesellschaftliche und individuelle Sensibilität wie auch Lösungskompetenz im Kontext familiärer Gewalt erhöht werden. Der IFGK-Lehrgang ist darauf ausgerichtet, Praktikerinnen und Praktikern, die in ihrem beruflichen Umfeld mit der Gewaltthematik konfrontiert sind, ein praxisnahes und methodisch wirkungsvolles Rüstzeug zu geben.

De-Radikalisierung

Das Bildungs- und Weiterbildungsprogramm des IFGK vor dem Hintergrund der schrecklichen Terroranschläge in Frankreich, Belgien und  Deutschland sowie der Diskussion über notwendige De-Radikalisierungsmaßnahmen zur Prävention etwaiger terroristischer Handlungen um einen Schwerpunkt zum Thema Radikalisierungsprävention erweitert. Die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass die Häufigkeit von Gewalterscheinungen in Europa kontinuierlich zunimmt und einzelne Personen nach Radikalisierungsprozessen ein erhöhtes Konflikt- und Bedrohungspotenzial aufweisen können.

Wie abweichendes Verhalten und Anzeichen einer beginnenden Radikalisierung festgestellt und welche Präventivmaßnahmen gesetzt werden können, sind Fragen, denen sich insbesondere der Lehrgang des IFGK nun vermehrt widmet. Inhaltlich liegt der Fokus auf der Schlüsselrolle der Familie als Raum und Chance für die Abwendung von Radikalisierungsprozessen. Professionelle Familienarbeit ist ein zentraler Lösungsansatz im Kampf gegen Gewalt und somit unverzichtbar für die Gewährleistung von sozialem Frieden.